Flavio Redlich

 

An einem dunklen Winterabend des Jahres 1976 erblickte ich das Licht dieser wahnsinnigen Welt.

Auf dem Kalenderblatt prangte die 29, es war Dezember und das Universum erwartete einiges von

der Geburt des jungen Raumkadetten Redlich. Die Galaxis hielt den Atem an und die Sonne verkniff

sich eine Eruption, als ich munter wie ein junger Welpe aus dem Geburtskanal meiner ehrwürdigen

Mutter gerutscht kam. Das Krankenhaus befand sich im Herzen der niedersächsischen Hauptstadt und

man munkelt, dass zum Zeitpunkt meiner Geburt ein Raunen durch die Gänge und Säle der Kanalisa …

äh, des Krankenhauses ging – aber wer weiß das schon so genau. Eigentlich hätte ich in Hawaii auf die

Welt kommen sollen, aber der zuständige Geburtsengel war damals offenbar bekifft oder auf Acid – klar,

Mitte der 70er Jahre, ich verzeih’s ihm.

 

Nun gut, da war ich also, doch was jetzt? Erst einmal vorneweg, ein blöderes Geburtstagsdatum kann man

sich kaum vorstellen – meine Eltern fühlen sich selbstverständlich nicht im Geringsten dafür verantwortlich.

Aber ich habe damit zu leben gelernt, meinen Geburtstag in der Einsamkeit der Raunächte zu verbringen.

Seit frühester Kindheit bin ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, da Gevatter Tod schon früh an meine

Tür klopfte. Doch einen echten Niedersachsen haut so schnell nix um.

 

Der Sinn des Lebens, ein hehres Ziel, fürwahr. Bis jetzt habe ich mannigfaltige Teile von ihm in der östlichen Mystik,

der Musik, in der Heilarbeit und in der Literatur gefunden. Meditation ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens und

erfreut mich jeden Morgen pünktlich um halb acht – na ja, fast jeden Morgen. Ich spiele seit ich denken kann Klavier und

habe später auch das Trommeln auf toten Tierfellen gelernt. Zu Funk-, Soul- und Jazzklängen geh ich ab wie Schmidts Katze

und habe mir bereits mit mehren Hip-Hop-Funk Projekten meine schwarze Seele aus dem Leib gegroovt. Außerdem schreibe ich

gerne und oft. Besonders verrückte, phantastische Sachen. Meine Phantasie hilft mir, das alltägliche, graue Leben mit der gesamten

farblichen Palette des Regenbogens anzupinseln und mich – wenn mir die Routine des schnöden Alltags mal wieder auf die eine oder andere

Nuss geht - in die entlegensten Winkel des menschlichen Geistes zu flüchten.

 

Zwei Romane sind bislang aus meiner Feder geflossen: „Mr. Magic – die Geschichte eines Moments“

und „Der Tod und sein Helfer“ – beide unveröffentlicht. Die Bücher schneiden esoterische Themen an:

Was passiert nach dem Tod? Gibt es eine Seele? Ist Reinkarnation möglich? Was bewirkt Meditation? etc.

Aber auf eine humoristische Weise im Stile von Christopher Moore, Tom Robbins, Douglas Adams und Walter Moers.

Meine Erfahrungen mit Zen-Meditation, Vipassana, Tai-Chi und energetischer Heilarbeit habe ich in die Romane mit

einfließen lassen. (Diese esoterischen Kenntnisse habe ich mir im Zuge einer dreijährigen Ausbildung an der

Homöopathie-Akademie in Gauting bei München angeeignet. Eine Praxis habe ich bisher jedoch noch nicht aufgemacht.)

 

Ferner habe ich mehrere Märchen, etliche Kurzgeschichten und einige Gedichte geschrieben.

Leider wurde bisher erst eine Kurzgeschichte im Rahmen eines Wettbewerbs von Ferienauto.de

veröffentlicht. Aber ich stehe noch am Anfang meiner öffentlichen literarischen Arbeit und schreibe

momentan an einer Single-Kurzgeschichten-Reihe für Männer.

 

Ansonsten verdiene ich meine täglichen Brötchen als Tennis- und Schlagzeuglehrer sowie als Wellness-Masseur.

Ich versuche jeden Tag aufs Neue, das Leben zu zelebrieren und als Geschenk freudig in die Arme zu schließen –

auch wenn ich ihm manchmal gehörig eins in die Fresse hauen möchte. Aber dann fällt mir jedes Mal das Motto

meines indischen Freundes Ranjid wieder ein, das mich stets auf den rechten Weg zurückbringt:

 

„Das Leben meistert man entweder lächelnd oder überhaupt nicht.“

 

 Raumkadett Redlich

 

 

 

--> DAS BUCH --> DIE AUTOREN --> DER VERLAG --> DAS IMPRESSUM --> DIE AGBs --> DIE LINKS